X.400

Was ist X.400? Das EDI-Übertragungsprotokoll

Für den sicheren Austausch von elektronischen Daten werden im B2B-Umfeld unterschiedliche Kommunikationskanäle genutzt. X.400 gehört neben AS2 zu den beliebtesten EDI-Übertragungsprotokollen. Der X.400 Standard wurde vom französischen Komitee CCITT (Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique) im Jahr 1984 veröffentlicht und 1988 erweitert. Zu den größten Vorteilen von X.400 gehört die Sicherheit, die aufgrund des geschlossenen (physischen) Netzwerkes geboten wird. Im Gegensatz zu „einfachen“ E-Mails, die über das Internet übertragen werden, nutzt X.400 ein eigenes Netzwerk. Dieses „eigene“ Netzwerk kann in diesem Fall als Alternative für das altbekannte Internet gesehen werden. Der offizielle Fachbegriff für solche Netzwerke ist VAN (Value Added Networks). Zusätzlich bietet das X.400 Netz kontrollierte Zugangspunkte, welche das Identifizieren von einzelnen Domänenbetreibern möglich machen.

Wie sind X.400-Netze aufgebaut?

Der Austausch von E-Mails erfolgt bei den X.400-Netzen über Mailboxen. Der Unterschied zu dem bekannten Internet-E-Mail Austausch ist, dass es in X.400-Netzen nur bekannte Provider und eindeutige (vertraglich abgesicherte) Verbindungswege gibt, auf denen die Nachrichten durch das Netz gesendet werden. Ein X.400-Teilnehmer kann also mit seinen persönlichen Zugangsdaten innerhalb des X.400-Netzes auf sein Postfach zugreifen und seine Nachrichten synchronisieren. Ein Zugriff Dritter kann damit ausgeschlossen werden.

X.400 in einer modernen EDI-Lösung?

Beim elektronischen Datenaustausch via X.400 werden in der Regel EDI-Systeme eingesetzt, die nicht direkt miteinander kommunizieren. Bei einer Kommunikation via X.400 zwischen zwei Unternehmen wird ein X.400-Provider eingesetzt, welcher zwischen den beiden Akteuren als Kommunikationsnetzwerk dient. Heißt konkret, dass EDI-Nachrichten für den Versand im Postfach gespeichert werden und diese dann an ein Empfänger-Postfach weitergeleitet werden. Solche Mailsysteme werden auch als Store-and-Forward-Netzwerke bezeichnet.

Der elektronische Datenaustausch mit X.400 als Kommunikationsprotokoll wird von vielen als „unzeitgemäß“ betitelt. Im Vordergrund stehen die vergleichsweise hohen Kosten, die bei der Nutzung aufkommen. Nichtsdestotrotz findet man heute noch X.400 häufig als Kommunikationskanal für elektronischen Datenaustausch. Der Vorteil bietet sich vor allem für Handelskonzerne, die mit einer großen Anzahl an Zulieferern auf mehreren EDI-Prozessebenen interagieren müssen. Nachrichtenaustausch von DESADV (Liefermeldung), INVOIC (Rechnung) und ORDERS (Bestellausgang) erfordern ein höheres Anforderungspotenzial hinsichtlich Datenqualität und -umfang.

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