OFTP2

OFTP2 das Protokoll für EDI-Datenaustausch in der Automobilindustrie

OFTP2 ist die Weiterentwicklung des bekannten OFTP Kommunikationsstandards, welcher von der Odette Organisation (einem Zusammenschluss verschiedener nationaler Automobilverbände) unter anderem für den EDI-Datenaustausch in der Automobil- und Logistikbranche entwickelt wurde. Das Odette File Transfer Protocol (OFTP) findet sich daher am häufigsten bei Automobilherstellern und deren Zulieferer wieder. Das Protokoll wurde bewusst an die Anforderungen der Branche angepasst und gilt seither als das Standardprotokoll.

OFTP2 signierte empfangsbestätigung EERP (Signed End to End Response)

OFTP2 IBM AS400 EDI End to End Response signierte empfangsbestätigung

OFTP2 signierte negative empfangsbestätigung NERP (Signed Negative End Response)

OFTP2 AS400 IBM i‑effect<sup>®</sup> signierte negative empfangsbestätigung mit NERP (Negative End Response)

OFTP2 fehlgeschlagene Downloads fortsetzen

OFTP2 IBM fehlgeschlagene downloads fortsetzen

Die Vorteile von OFTP gegenüber anderen Transportprotokollen wie beispielsweise FTP liegt darin, dass es zum einen abgebrochene Verbindungen wieder aufnimmt. Dieser Umstand ist besonders bei großen Dateiübertragungen (z.B. Ingenieursdaten wie große CADs) und langsamer Leitungsgeschwindigkeiten bei ISDN-Verbindungen wichtig. So mussten fehlgeschlagene Übertragungsversuche nur fortgesetzt, nicht aber wieder von vorne begonnen werden. Darüber hinaus bietet OFTP die Möglichkeit die Übertragungen zu quittieren. Hierfür sind im Protokoll sogenannte EERP (End-to-End-Response) Nachrichten vorgesehen.

OFTP über ISDN gilt als veraltet und wird in den nächsten Jahren fast komplett verschwinden

OFTP2 EDI IBM mit TCP/IP über VDSL

Die erste Version des OFTP-Standards (RFC-2204) wurde im Jahr 1986 veröffentlicht. Zu dieser Zeit war der Übertragungsweg über X.25 und ISDN „state-of-the-art“. Damals befand sich das Internet wie man es heute kennt noch in den Kinderschuhen. Eine Übertragung von Dateien mit OFTP über das Internet war zu dieser Zeit nicht denkbar. Der Austausch von EDI-Daten fand daher meistens über ISDN statt. Auch die in der Version 1.3 eingeführte Ergänzung des Protokolls um die Fähigkeit Dateien auch über TCP/IP - also über das Internet zu Versenden – änderte an dieser Tatsache nichts. Die bereits eingerichteten Kommunikationswege über X.25 und ISDN blieben vorerst weiterhin bestehen.

Mit der weltweiten Verbreitung des Internets und der Weiterentwicklung der übrigen Kommunikationsstandards sowie dem Heranwachsen der Datenmengen und –Größen war die Übertragung mit OFTP via ISDN allmählich nicht mehr optimal. Die Möglichkeit das Internet als alternativen Transportweg zu ISDN zu nutzen wurde immer attraktiver. Das lag vor allem darin, dass die Nutzung von ISDN für intensive OFTP-Anwender immer teurer gegenüber der Nutzung des Internets wurde. Für die Verwendung von ISDN als Übertragungskanal benötige man spezielle ISDN-Hardware (einen Router oder eine ISDN-Karte) und einen ISDN-Anschluss. Neben den Anschaffungskosten waren aber auch die Übertragungskosten (Telefongebühren) für das Versenden und Empfangen von Dateien ein deutlicher Nachteil dieses Übertragungswegs. Als einige Anwender unter anderem aus diesen Gründen von ISDN auf TCP/IP umstellten wurde der OFTP-Standard im Jahr 2007 in Version 2 (OFTP2) erheblich weiterentwickelt.

Notiert: Die von der Telekom angekündigte Abkündigung der ISDN-Anschlüsse bis Ende 2018 bringt nun auch die letzten Anwender von OFTP über ISDN in Bedrängnis. Ein Umstieg auf OFTP2 oder andere Kommunikationsstandards wie AS2 wird bis Ende 2018 für Unternehmen die Ihre EDI-Daten austauschen notwendig.

Die Weiterentwicklung von OFTP zu OFTP2 ergänzt das Protokoll um wichtige Sicherheitsfeatures

OFTP2 Sicherheitsoptionen ibm i‑effect<sup>®</sup> as400

OFTP2 gilt seit seiner Einführung als neuer Standard für den Austausch von EDI-Daten innerhalb der Wertschöpfungsketten der Automobilbranche. Der in der RFC5024 festgelegte Standard ergänzt den Vorgänger in Version 1.3 um wichtige Sicherheitsfeatures. Da die Übertragung der Daten fortan primär über das Internet erfolgte und Datensicherheit bei der EDI-Kommunikation enorm an Bedeutung gewann, wurde es notwendig den OFTP-Standard in der Version OFTP2 an diese Anforderungen anzupassen. Die Authentizität und Integrität des Absenders und Empfängers sollte gewährleistet werden. Um dies zu gewährleisten biete OFTP2 die Sicherheitsfeatures: Sichere Dateiübertragung mit TLS/SSL, Datei-Verschlüsselung und Datei-Signierung.

Mithilfe dieser Features ist eine Dateiübertragung über das Internet absolut sicher. Dabei profitieren Unternehmen bei der Übertragung über das Internet von höheren Geschwindigkeiten und geringeren Übertragungskosten. Zudem gilt die Übertragung über das Internet als zukunftssicheres Transportprotokoll, denn es ist anders als ISDN global verfügbar, sicher und zuverlässig.

Stellen Sie jetzt Ihre OFTP-Kommunikation mit i‑effect® auf OFTP2 um

Vorteile OFTP2 EDI gegenüber Vorgänger OFTP IBM

Im Gegensatz zu der Verwendung des OFTP-Standards in der Version 1 benötigen Sie bei der Verwendung von OFTP2 keine spezielle Hardware wie beispielweise einen ISDN-Router/Karte und einen ISDN-Anschluss. Sie zahlen nicht mehr für jede erfolgte ISDN-Verbindung. Die OFTP2-Verbindung wird ausschließlich über das Internet aufgebaut, sodass Ihnen keine weiteren Kosten für den Übertragungsweg anfallen.

Mit dem i‑effect® *OFTP2 Modul für IBM i tauschen Sie beliebige Dateien (z.B. CAD, EDIFACT, oder ähnliche) problemlos mithilfe des OFTP2-Standards mit Ihren Partnern aus. Dabei sparen Sie mithilfe von OFTP2 Zeit und Kosten durch die vollständige Umstellung von OFTP 1 mit ISDN auf die IP basierte Kommunikation. Darüber hinaus verbessern Sie mithilfe des neuen Standards gleichzeitig die Datensicherheit in Ihrem Unternehmen.

OFTP2 auf IBM i – EDI-Kommunikation mit i‑effect® *OFTP2

OFTP2 auf IBM i AS400 PowerSystem i‑effect<sup>®</sup>

EDI-Kommunikation (also der Versand und der Empfang von EDI-Daten) bildet in den meisten Workflows von Unternehmen, die den elektronischen Datenaustausch betreiben, nur die Schnittstelle zu den Partnern. Innerhalb der Unternehmen müssen die empfangenen Daten meist auch weiterverarbeitet werden. Hierbei kommen zum Beispiel EDI-Konverter oder Automatisierungsmechanismen zum Einsatz. Die Kombination aller Teilbereiche wird dann als EDI-System oder –Software bezeichnet.

Unsere EDI-Software i‑effect® – eine Software speziell für das IBM-Betriebssystem - erledigt eben diese Teilaufgaben des elektronischen Datenaustauschs aus einer Hand. Hieraus ergibt sich auch der Vorteil des Modul *OFTP2: Der nahtlose Übergang zu unseren anderen Module ermöglicht Ihnen eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

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